
Nach einer Unterrichtseinheit stehen oft viele Hinweise im Heft. Trotzdem bleibt offen, was als Nächstes geübt werden soll. Eine einfache, wiederkehrende Seitenstruktur hilft, den roten Faden festzuhalten: das eigene Lernziel, die Rückmeldung der Lehrperson und den nächsten Schritt. Probiere diesen Aufbau für deine persönlichen Lernnotizen aus und passe ihn bei Bedarf an.
Eine Frage für jede Seite
Beginne mit einem Lernziel, das ihr anschließend besprechen könnt. Bei einer Papierübung könnte es darum gehen, einen sichtbaren Unterschied zwischen zwei abstrakten Bleistiftmustern zu beschreiben. Vermeide allgemeine Ziele wie „sicherer werden“. Schreibe die Übungsnummer und deine Frage oben auf die Seite; andere Ideen kommen auf eine eigene Liste. Ein enger Fokus macht erkennbar, welcher Kommentar deine Frage tatsächlich beantwortet.
Beobachtung und Feedback getrennt notieren
Halte zuerst kurz fest, was dir selbst aufgefallen ist. Ergänze danach die Rückmeldung der Lehrperson. Kennzeichne beide Bereiche getrennt, damit deine eigene Deutung nicht versehentlich zur Anweisung wird. Ist eine Formulierung unklar, frage nach ihrem Bezug und gib dein Verständnis mit eigenen Worten wieder. Notiere die gemeinsam geklärte Bedeutung in einfacher Sprache. Du musst weder das ganze Gespräch mitschreiben noch aus jeder Bemerkung eine Regel machen.
Den nächsten Schritt greifbar machen
Schließe mit einer kleinen Handlung und einem Zeitpunkt zur gemeinsamen Durchsicht. „Mehr üben“ bietet wenig Orientierung. „Die beschriebene Stelle markieren und beide Papierversionen zur nächsten vereinbarten Besprechung mitbringen“ lässt sich leichter umsetzen. Bewahre das Original neben der überarbeiteten Fassung auf. Brauchst du vor dem Weiterarbeiten eine Klärung, notiere diese Frage als nächsten Schritt, statt zu raten.
Lernen dokumentieren, nicht persönliche Daten
In dieses Heft gehören keine Namen, Kontaktdaten, Gesundheitsinformationen, erkennbaren Fotos oder persönlichen Geschichten von Modellen. Eine Übungsnummer soll die Übung kennzeichnen und nicht über einen versteckten Bezug eine Person identifizierbar machen. Entsteht im Unterricht eine hilfreiche Frage, formuliere sie allgemein oder verwende ein erfundenes Beispiel. Unterlagen, die der Schulungsanbieter verlangt, werden nach seinem vorgesehenen Verfahren geführt. Dieses persönliche Übungsheft ersetzt sie nicht.
Ein Papierbeispiel zum Wiederverwenden
So könnte ein erfundener Eintrag lauten: „Übung 03. Ziel: einen Unterschied zwischen zwei Bleistiftmustern beschreiben. Meine Beobachtung: Ich habe ‚ungleichmäßig‘ geschrieben, ohne die Stelle zu benennen. Feedback der Lehrperson: zeigen, auf welchen Teil sich die Bemerkung bezieht. Nächster Schritt: diese Stelle auf dem Papier markieren und einen konkreten Satz ergänzen. Status: bis zur gemeinsamen Durchsicht offen.“ Das sind Beispielformulierungen, keine Rückmeldungen aus einer tatsächlichen Unterrichtseinheit. Ergänze bei der nächsten Besprechung, was klarer geworden ist und welche Fragen noch offenbleiben. Einen Überblick über Lernangebote findest du auf der Schulungsseite von Anita Space. Vereinbare die Übungen und den Rahmen für ihre Besprechung mit deiner Lehrperson.




