
Zu verstehen, welches Ergebnis Sie sich von Permanent Make-up wünschen, ist manchmal schwieriger als die Wahl des Behandlungsbereichs. Begriffe wie „natürlich“, „gepflegt“ oder „etwas kräftiger“ kennt jeder, doch jeder verbindet etwas anderes damit. Die erste Beratung hilft, aus einem allgemeinen Wunsch konkrete Orientierungspunkte zu machen. Dafür müssen Sie weder Fachbegriffe kennen noch mit einer fertigen Entscheidung kommen.
Mit Ihrem gewohnten Look beginnen
Erzählen Sie, wie Sie sich normalerweise schminken. Betonen Sie Ihre Augenbrauen täglich, welches Produkt verwenden Sie, mögen Sie eine sichtbare Lippenkontur, zeichnen Sie Lidstriche? Wichtig ist Ihr Alltagslook, nicht nur das Make-up für einen besonderen Anlass. Falls Sie im Alltag kaum Kosmetik verwenden und zu Festen deutliche Akzente wählen, sollten Sie auch das erklären.
Hilfreich ist ein vorrangiges Ziel. Vielleicht möchten Sie die Augenbrauenform klarer definieren, den Lippen mehr Farbe geben oder die Wimpernlinie dezent betonen. Wenn Sie viele Wünsche haben, versuchen Sie, sie nach Wichtigkeit zu ordnen. So erkennen Sie leichter, welches Ergebnis wirklich zu Ihnen gehört und welches Ihnen lediglich auf einem fremden Foto gefallen hat.
Beispiele zeigen und Details erklären
Wählen Sie einige Bilder aus, die Ihrem Geschmack entsprechen. Ergänzen Sie jedes um eine einfache Erklärung: Ihnen gefallen der weiche Brauenansatz, die zurückhaltende Lippenintensität oder das Fehlen eines auffälligen Lidstrich-Endes. Sie können auch ein Beispiel zeigen, das Ihnen zu kräftig oder grafisch erscheint. Solche Vergleiche helfen oft genauer als zehn ähnliche Referenzbilder.
Fotos sollten nicht als Kopiervorlagen verstanden werden. Licht, Kosmetik, Bildbearbeitung und individuelle Gesichtszüge beeinflussen den Eindruck. Nutzen Sie ein Beispiel lieber, um über den Charakter der Arbeit zu sprechen, und beurteilen Sie Form und Farbe anschließend in Bezug auf Ihr eigenes Aussehen. Zeigen Sie möglichst auch ein eigenes Foto mit Ihrem gewohnten Make-up, das Ihnen gefällt.
Sagen Sie, was Sie nicht möchten
Grenzen sind ebenso wichtig wie Wünsche. „Ich möchte keine breiten Augenbrauen“, „Kräftige Lippen ohne Lippenstift sind für mich ungewohnt“ oder „Meine Augen sollen nicht ständig geschminkt aussehen“ sind vollwertige Orientierungspunkte. Sie müssen keine vorsichtigen Formulierungen suchen oder einer beliebten Technik zustimmen, wenn deren optischer Effekt Ihnen nicht entspricht.
Fragen Sie, welche Teile Ihrer Vorstellung umsetzbar sind und welche angepasst werden müssen. Schlägt die Fachkraft eine andere Variante vor, bitten Sie um eine verständliche Begründung. Sie können zwei Alternativen anhand konkreter Merkmale vergleichen: Breite, Intensität, weiche Grenzen oder Ausdrucksstärke des Akzents. Die Antwort soll Ihre Entscheidung erleichtern, nicht nur helfen, sich einen Techniknamen zu merken.
Vereinbarungen zusammenfassen
Fassen Sie vor dem nächsten Schritt das Gesprächsergebnis in einem Satz zusammen. Zum Beispiel: Ich möchte sanft betonte Augenbrauen ohne harten Ansatz und mit einer Form, die meiner gewohnten nahekommt. Klären Sie anschließend, was genau die Vorzeichnung zeigen wird und welche Fragen noch offen sind. Wenn die Antworten noch kein klares Bild ergeben, ist es völlig angemessen, das Gespräch fortzusetzen.
Auf der Website Anita Space können Sie die wichtigsten Bereiche des Permanent Make-ups ansehen und sich vor dem Gespräch orientieren. Sie müssen die endgültige Technik nicht schon im Voraus anhand ihres Namens wählen. Viel hilfreicher ist es, mit eigenen Wünschen, Beispielen und Fragen zu kommen. Sie ermöglichen ein konkretes Gespräch über Ihren künftigen Look ohne überzogene Erwartungen.



